Was der Duft von Pflanzen mit uns macht: Duftsträucher in der Gartentherapie
Stimmungsaufheller
Ein warmer Frühlingstag, ein leichter Wind, und plötzlich liegt ein vertrauter Duft in der Luft, vielleicht der süße Hauch von Flieder am Wegrand, der uns unvermittelt in eine andere Zeit versetzt: Kindheitstage, ein Gefühl von Geborgenheit, eine Erinnerung an Urlaub. Düfte wirken unmittelbar. Sie erreichen uns ohne Umweg über den Verstand und können in Sekunden Erinnerungen wecken oder Stimmungen verändern. Was wir riechen ist dabei ganz individuell und doch kennen wir alle diese Momente, in denen ein Duft etwas in uns auslöst, das sich kaum in Worte fassen lässt. In der Gartentherapie spielen solche sinnlichen Erfahrungen eine besondere Rolle. Pflanzen können mehr als nur schön aussehen, sie sind wahre Stimmungsaufheller. Gemeinsam mit unserem Mitarbeiter und Gartentherapeuten Roland Strauß werfen wir einen Blick auf unser Sortiment und stellen Sträucher sowie einige Kletterpflanzen vor, deren Düfte der Seele guttun.
Der Garten als Erlebnisraum
Duftsträucher lassen sich im Garten bewusst einsetzen. Verteilt man verschiedene blühende Pflanzen, entsteht ein vielschichtiges Dufterlebnis, das sich beim Gehen durch den Garten immer wieder verändert. Weniger ist dabei oft mehr: Ein zu intensiver Duft kann die Sinne schnell überfordern. Ein ausgewogenes Zusammenspiel unterschiedlicher Düfte schafft hingegen eine angenehme, ruhige Atmosphäre. Auch die Platzierung spielt eine wichtige Rolle. Duftpflanzen sollten möglichst nah an Wegen oder Beeträndern stehen, idealerweise nicht weiter als etwa 60 cm entfernt. So lassen sich Blüten bewusst wahrnehmen, im Vorübergehen oder indem man sie zur Nase führt.
Düfte für kleine Gärten und Balkone
Garten ist nicht gleich Garten: Selbst auf kleinem Raum lassen sich duftende Pflanzen genießen. Zwergsträucher wie Zwergflieder und kompakte Rosen wie Lavender Dream oder duftende Stauden eignen sich hervorragend für Kübel. Auf dem Balkon oder der Terrasse kann man so ein kleines, blühendes Paradies schaffen, das beim Vorbeigehen die Sinne erfreut. Selbst ein Balkonkasten kann zu einem intensiven Erlebnisraum werden, der die Vorzüge eines großen Gartens auf kleinstem Raum bietet.
Einblick in unser Sortiment
Im Garten entfalten sich jetzt Sträucher und Kletterpflanzen, die mit ihren Düften die Sinne ansprechen. Bereits im zeitigen Frühjahr, von März bis April, hüllt die Schneeforsythie Abeliophyllum distichum mit ihren vielen weißen Blüten die Umgebung in einen frischen Duft. Der Osterschneeball Viburnum × burkwoodii ‘Anne Russel’ verbreitet von April bis Mai seinen süßlich-fruchtigen Duft weit über die Beete hinweg, während der weiße Bauernjasmin Philadelphus ‘Belle Etoile’ im Juni und Juli mit seinem intensiven, klaren Orangenblütenaroma verführt. An Rankgittern und Zäunen lockt die Waldrebe Clematis triternata ‘Rubromarginata’ von Juli bis September mit ihren zarten Blüten und einem feinen, fast honigsüßen Duft, der sich beim Vorübergehen entfaltet. Zusammen bilden diese Gehölze ein vielschichtiges Duftspiel, das den Garten vom Frühjahr bis in den Spätsommer begleitet.
Eine erste Übersicht zeigt die Vielfalt an Duftgehölzen, viele weitere finden sich in der Gärtnerei.
- Blauregen
- Duftblüte
- Flieder
- Gartenjasmin
- Goldjohannisbeere
- Kartoffelrose
- Lavendelheide
- Osterschneeball
- Schneeforsythie
- Schwarzer Holunder
- Skimmie
- Sternmagnolie
- Waldrebe
- Winterheckenkirsche
- Zimterle
- Wisteria sinensis
- Osmanthus burkwoodii
- Syringa
- Philadelphus ‚Belle Etoile‘
- Ribes aureum
- Rosa rugosa
- Pieris japonica
- Viburnum burkwoodii ‚Anne Russel‘
- Abeliophyllum distichum
- Sambucus nigra
- Skimmia japonica
- Magnolia stellata
- Clematis triternata ‚Rubromarginata‘
- Lonicera purpusii
- Clethra alnifolia






